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Oppositionell-aggressives Verhalten im Kindesalter

Oppositionelles Trotzverhalten beschreibt eine Verweigerungshaltung, die sich im Interaktionsverhalten einschließlich verbalen Äußerungen oder in eigensinnig‐halsstarrigem, streitsüchtigem Verhalten gegenüber Erwachsenen zeigt. Verbal oder körperlich aggressives Verhalten kann gegenüber anderen Personen oder Gegenständen auftreten. Zusätzlich kann eine chronische ärgerlich‐gereizte Stimmung vorliegen, die häufig mit schweren Wutausbrüchen einhergeht und/oder Merkmale einer reduzierten prosozialen Emotionalität, die sich in einem Mangel an Empathie, Reue oder Schuldbewusstsein oder in einem begrenzten Äußern von Emotionen zeigt.

Kognitiv‐behaviorale Ansätze zählen laut verschiedenen Metaanalysen zu den wirksamsten, am besten evaluierten und vielversprechendsten Therapieverfahren bei oppositionell-aggressiven Verhaltensproblemen im Kindesalter. Unter diesen psychotherapeutischen Verfahren haben sich Elterntrainings, kindzentrierte soziale Kompetenztrainings einschließlich Trainings zur sozial‐kognitiven Problemlösung und schul‐ bzw. kindergartenzentrierte Interventionen als effektiv erwiesen.

Kindzentrierte Interventionen sind nötig, wenn aggressives Verhalten durch Störungen in der sozial‐kognitiven Informationsverarbeitung, der Affekt‐ und Impulskontrolle oder durch soziale Kompetenzdefizite auf der Verhaltensebene (mit)verursacht wird (z.B. Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Verhalten (THAV); Soziales computerunterstütztes Training für Kinder mit aggressivem Verhalten (ScouT) in Verbindung mit der App-unterstützten Therapiearbeit für Kinder (AUTHARK)).

Elterntrainings sollen den Eltern eines betroffenen Kindes vermitteln, wie sie das oppositionelle und aggressive Verhalten ihres Kindes beeinflussen und verändern können (z.B. Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP), Bezugspersonentraining aus dem Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Verhalten (THAV)).

Interventionen im Kindergarten oder in der Schule sind immer dann indiziert, wenn das aggressive Verhalten in diesem Umfeld auftritt und sollten sich an den Strategien der eltern‐ /familienzentrierten Interventionen orientieren.

Zu den Therapieprogrammen:

THAV

Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Verhalten

ScouT

Soziales computerunterstütztes Training für Kinder mit aggressivem Verhalten